Dienstag, 28. November 2017

Arbeit vs. Freunde

Welche positiven Eigenschaften werden den Deutschen nachgesagt?

Fleißig, pünktlich, ordentlich, genau (mit einem Hang zum pedantischen), zielstrebig, und ergebnisorientiert.
Ich weiß nicht, wie, oder wer uns mit diesen Eigenschaften belegt hat, doch erfahrungsgemäß trifft diesers Verhaltensmuster bei vielen von uns ins Schwarze

Meiner Meinung ist ein Grund, warum wir so sind, in der Vergangenheit zu suchen. Meine Vorfahren haben nach dem 2. Weltkrieg die Nachkriegszeit zum Erstaunen ihrer Nachbarn schnell aufgearbeitet, und dabei das sog. "Wirtschaftwunder" gestartet. Schon vor dieser Zeit war Deutschland für die Herstellung von qualitativ hochwertigen Produkten in der ganzen Welt bekannt. Produkte, die aufgrund von Mitarbeitern hergestellt worden sind, die eben die o. g. Eigenschaften verinnerlicht hatten

Das läßt wiederum den Schluß zu, daß die "deutschen" Tugenden eng verknüpft sind mit dem Berufsleben, oder vielleicht sogar aus diesem entspringen. Manchmal jedoch habe ich den Eindruck, daß wir Deutschen uns oft nur über unsere Arbeit, und den Ergebnissen daraus definieren. Das Privatleben wird zur Nebensache, und muß sich dem Drang des "Geld-verdienens" unterordnen. Schon als Kind wurde mir von meinem Umfeld diese Lebensweisheit vorgelebt. "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" ist ein Phrase, die mir in dieser Zeit immer wieder um die Ohren gehauen worden ist. Diese Einstellung zum Beruf kann ein Leben negativ beeinflussen.

Samstag, 18. November 2017

Die hohe Kunst des "Schluß-machens"

Sich zu verlieben ist einfach...

Du sitzt vor Deinem Rechner, oder streichelst Dein Handy - bist online auf einer der zwischenzeitlich weit verbreiteten Datingplattformen. Plötzlich ein Smilie. Es folgt ein Chat. Man telefoniert. Trifft sich.
Bäng! Es knallt, und Endorphine überfluten Dein Blut. Kennen wir alle.

Oder...

Du sitzt in einem Cafe, oder in der dunklen Ecke eines Clubs. Du bist entweder total unvoreingenommen, oder hast es vielleicht sogar drauf ausgelegt jemanden kennenzulernen. Plötzlich trifft Dich der Blick zweier Augen, der Dich nicht mehr losläßt. Ein Lächeln. Kurzes Blick senken, und dann wieder Augenkontakt herstellen. Du merkst, da passiert gerade etwas. Er/Sie schlendert zu Dir herüber, und Dein Puls steigt. Ein kurzes

 "Hallo"

Dann ein Gespräch. Irgendwann berühren sich zwei Hände - wie zufällig. Magisch!
Bäng! Es knallt, und Endorphine überfluten Dein Blut. Kennen wir alle.

Montag, 13. November 2017

Erziehungs-Flashback

...und keine Angst: Das hier wird kein Depri-Post...

Meine Krise in den letzten Jahren hat mich dazu gezwungen, über mein Leben nachzudenken. Das praktiziere ich nun schon seit fast 3 Jahren. Erstaunlicherweise kommen beim Nachdenken, bei Gesprächen mit anderen, oder auch hier beim Schreiben Dinge an Tageslicht, von denen ich nie gedacht hätte, daß sie überhaupt vorhanden sind.

Der Fundus für diese Erkenntnis-Sammlung scheint unerschöpflich zu sein...

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Fernbeziehung - beziehungsfern?

Man geht davon aus, daß etwa 6 Prozent der Männer in unserem Land schwul sind. Das sich diese 6 Prozent schwerer tun einen geeigneten Partner zu finden, als die anderen 94 Prozent sollte aufgrund der geringen Anzahl von schwulen Männern einleuchten. Datingportale helfen. Während man in der Vor-Internetzeit darauf angewiesen war, einen Mann für´s Leben (oder zum Druck-ab-lassen) in schwulen Lokalen, oder an inoffiziellen, schwulen Treffpunkten kennenzulernen, genügt heute ein Smartphone. Die Welt steht einem offen. Es ist kein Problem, entfernteste Männer zu daten. Doch ist das wirklich ein Vorteil?

Samstag, 14. Oktober 2017

Midlife-Crises, die 24.: Es geht aufwärts

Es ist schon eine Weile her, als ich den letzten Post zu diesem Thema veröffentlicht habe. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Oder besser gesagt: Meine Situation verändert sich zur Zeit positiv, und ich kann wieder optimistisch in die Zukunft blicken.
Diejenigen, die meine Ausführungen lesen, werden nach diesen Zeilen die berühmten 3 Kreuze machen - endlich keine deprissiven Post mehr auf meiner Seite!
Wie schon geschrieben, habe ich gegen Depressionen von meinem Hausarzt Medikamente, und eine Überweisung zu einem Psychotherapeuten bekommen. Hier meine Erfahrungen damit...

Samstag, 23. September 2017

Schwul auf dem Land - schlachtet die rosa Kuh!

Es stimmt tatsächlich: Die meisten schwulen Männer leben in größeren Städten. Nicht etwa, weil viele von Ihnen mit dem Leben auf dem Land nichts anfangen könnten. Vielmehr liegt es daran, daß Du als schwuler Mann in einer größeren Stadt in der Anonymität des Großstadtdschungels unsichtbar wirst. Ein schwuler Mann in einer Stadt wie Köln ist, glücklicherweise, in der Zwischenzeit so "normal" wie ein Hetero-Mann, und wird von dem überwiegenden Teil der dort lebenden Menschen akzeptiert. Aber wie sieht es aus, wenn man sich dazu entschließt, als schwuler Mann auf dem Land zu leben? Ist es wirklich notwendig, als Schwuler in eine größere Stadt zu ziehen, nur um akzeptiert zu werden?

Freitag, 11. August 2017

Der "perfekte Tag"

Die Frage war so simple, daß sie mich aus dem Konzept brachte:

"...und wie würde denn bei Ihnen ein perfekter Tag aussehen?"
Ein perfekter Tag? Echt jetzt? So eine Frage war mir bisher in meinem Leben noch nie gestellt worden. Nicht genug, daß ich diese Frage aus dem Stegreif nicht beantworten konnte. Ich sollte mir bis in zwei Wochen Gedanken machen, und diese zu Papier bringen. Ich war erleichtert. Schreiben kann ich, und ganz doof bin ich auch nicht. Also sollte es doch für mich das einfachste der Welt sein, heraus zu finden, was denn für mich ein "perfekter Tag" ist.

Seit der Fragestellung ist nun schon eine Woche vergangen. Einer Woche, in der ich mir in den freien Minuten die ich hatte, immer wieder diese Frage gestellt habe. Ich saß vor dem Rechner, ein leeres Dokument geöffnet, und war bereit, zu schreiben. Ich dachte, es würde mir so leicht von der Hand gehen, wie diese Zeilen. Das die Gedanken meine Finger nur so über die Tastatur gleiten lassen, und ich im Nu einen für mich perfekten Tag auf das imaginäre Papier gekritzelt hätte. Doch es passierte nichts. Zumindst nichts brauchbares. Das gibt´s doch nicht, oder? So fühlt sich vermutlich ein Autor, wenn er eine Schreibblockade hat. Das bin ich genau in diesem Momenten: Ein Schriftsteller, dem keine Story mehr einfällt.

Sonntag, 30. Juli 2017

Angst

Wenn andere erfahren, daß ich alleine ein wenig abseits der Stadt wohne, dann werde ich oft gefragt, ob ich keine Angst hätte. So ohne Nachbarn. Fernab der Zivilisation. Ich entgegne diesen Leuten, das mich das nicht ängstigt. Ganz im Gegenteil: Ich fühle mich sicherer, gerade weil keine anderen Menschen da sind...

In meiner Schulzeit hatte ich eine Englischlehrerin, die immer am Anfang jeder Stunde einen der Schüler an die Tafel holte, um diesen/diese dann über die vorhergehende Schulstunde zu befragen - auf Englisch versteht sich. Ich weiß noch, das ich versucht habe, mich hinter meinem Vordermann in der Klasse zu verstecken, wenn meine Lehrerin am Stundenbeginn ihre Blicke über die Köpfe der Kinder schweifen ließ, um einen Deliquenten auszusuchen.


Montag, 10. Juli 2017

Romantik ist was für Mädchen!

...ich mache den Fernseher an, und "Bääääm"!!!

Wieder einmal strecken mir in einem Musik-Clip Frauen, die statt einer Hose einen Strick zwischen den Beinen tragen, ihre gut gefüllten BH's entgegen, und räkeln sich so lasziv auf dem Boden, das man glauben könnte, sie wollen sich zum Orgasmus rutschen während sie ihr Lied trällern.
Als ich später den Computer starte, und mich mit dem www verbinde, werde ich auf der Startseite meines Email-Anbieters darüber informiert, das man als Mann länger mit seiner Freundin vögeln kann, wenn man nur oft genug Sport treibt, und ab und zu seinen Körper mit Ginseng füttert. Dazu noch die besten Tipps für einen Seitensprung, oder wie man am besten mit seiner Freundin Schluß macht.

...und wieder mal stelle ich mir die Frage: Was ist nur aus der Liebe geworden?

Mittwoch, 14. Juni 2017

Ein Kratzer auf der Oberfläche

Man könnte meinen, durch die neuen Medien, gerade durch soziale Netzwerke würden immer mehr Menschen zueinander finden. Das es leichter wäre, Kontakte zu anderen Menschen herzustellen, die halbwegs so ticken wie man selbst. Jeder ist erreichbar, auch wenn er noch so weit von einem entfernt wohnt. Unendliche Möglichkeiten der Kontaktaufnahme.
Und tatsächlich: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich in kurzer Zeit eine Menge Leute kennenlernen kann, treibe ich mich nur oft genug auf Internetplattformen herum, auf denen ich Gleichgesinnte treffen kann. Ich müßte also einen ganzen Sack voll neuer Freunde haben, und meine komplette Freizeit damit verbringen, Freundschaften zu pflegen. Eigentlich. Denn ich habe den Eindruck, daß trotz, oder vielleicht auch genau wegen dieser Möglichkeiten Freundschaften, so wie ich sie noch kennen lernen durfte, zur Ausnahme werden. Denn meist bleibt es beim virtuellen Kontaktaufbau. Gerade auf schwulen Seiten im i-Net. Warum ist das so?

Sonntag, 11. Juni 2017

Wendepunkt

Ich bin wieder da. Ich weiß, diesen Blog lesen fast keine Menschen außer mir, was mir ehrlich gesagt auch relativ egal ist. Diesen Blog schreibe ich überwiegend für mich. Als Katalysator, der meine Gedanken sortiert. Da meine Worte Dank Internet öffentlich sind, fühle ich mich aber verpflichtet, der handvoll Menschen, die diesen Blog tatsächlich lesen, mitzuteilen, warum ich die letzte Zeit offline war. Ich hege die Hoffnung, daß die hier geschriebenen Zeilen evtl. jemanden helfen könnten, dem es so ähnlich geht wie mir.

Mittwoch, 19. April 2017

I wanna be fab !

Erst vor kurzem war ich Spazieren. An einem sonnigen Frühlingstag bin ich auf der Hauptstraße einer mittlegroßen Kreisstadt entlang gebummelt. Vorbei an vielen Geschäften. Auch an einem Foto-Laden. Im Schaufenster wurden dort die Bilder von Kunden ausgestellt, die offensichtlich im Auge des Fotografen besonders ausstellungsbedürftig waren. Neben den Hochzeitsbildern, die ich überwiegend so authentisch finde wie die lila Kuh eines Schokoladenherstellers waren auch mal wieder Familien-Bilder zu bestaunen. Ein Bild fand ich dabei besonders nervig: Eine schwangere Frau hat sich wieder einmal dazu berufen gefühlt, ihre dicke Baby-Plauze nackt vor die Kamera-Linse zu halten. Das Gesicht, der Busen, und die Scham wurden dabei von ihren Armen, und dem gnädigen Schattenspiel verdeckt. Diese Frau habe ich in Schaufenstern von Foto-Shops wohl schon hundert mal gesehen. Immer wieder, wenn ich so ein Bild sehe, frage ich mich, was die Frau geritten hat, dieses intime Bild von sich machen zu lassen, und dann in die Öffentlichkeit zu tragen. Oder besser gesagt: Eigentlich weiß ich schon, was der Beweggrund für diese Meisterwerke sind. Und genau das macht die Sache so peinlich.


Freitag, 31. März 2017

Osmose




Es ist mal wieder soweit. Ich muß mir hier dem Mist von meiner Seele schreiben, da ich leider keine Freunde habe, denen ich mich anvertrauen kann. Ihr müßt Euch das hier nicht antun. Klickt bei Bedarf einfach weiter. An einen Ort der Freude versprüht. Falls ihr Euch das aber doch antun wollt...bitte schön:

Habt Ihr schon mal was von Osmose gehört? Klingelt da was?

Ich kann mich noch gut daran erinnern, das ich diese Wort das erste Mal in der Schule gehört habe. Damals
wurde uns der Begriff der Osmose anhand eines Versuchs im Biologie-Unterricht erklärt. Ein Versuch, der vermutlich aus Tier-ethischen Gründen heute so nicht mehr statt finden würde. Bei dem Versuch wurde eine mit einfärbten Wasser gefüllte Schweineblase in ein Aquarium gelegt, in dem sich ungefärbtes, normales Leitungswasser befunden hatte. Dieses Aquarium verschwand dann für 2 Tage in einem Nebenraum, bevor es während einer weiteren Biologie-Stunde wieder gezeigt wurde. Zu unserem Erstaunen hatten sich die beiden Flüssigkeiten innerhalb, und außerhalb der Schweineblase komplett ausgeglichen. Das Wasser hatte nun innerhalb, und außerhalb der Blase die gleiche Farbe. Das Prinzip der Osmose wurde uns damit im wahrsten Sinne augenscheinlich erklärt: Zwei flüssige Medien, die ungleiche Zustände haben, versuchen sich auszugleichen. Physik. Faszinierend, oder?

Freitag, 10. März 2017

Wie geht's ?

Wohl eine der meist gestellten Fragen weltweit. Du triffst Dich mit anderen Leuten, und schon wird einem diese Frage um die Ohren gehauen. Eigentlich ist diese Frage mehr als eine Floskel, und das, obwohl die meisten diese Frage als solche verwenden. Eigentlich interessiert es keine Sau wie's einem tatsächlich geht. Die meisten Leute haben mit ihrem eigenen Problemen genug Kacke am Hals, als das sie sich wirklich eingehend mit den Problemen anderer beschäftigen möchten. Ist ja auch verständlich. Warum also diese Frage?

Ich stelle mir vor, ich befinde mich auf einer imaginären Party. Ich stehe alleine mit einem Glas Sekt bewaffnet in einem Raum voller Leute, die locker im Raum verteilt sind. Kleine Grüppchen von Menschen, die sich angeregt miteinander unterhalten. Im Hintergrund läuft leise Jazz-Musik. Shade, oder irgendwas in der Art. Gerade als ich an meinem Glas nippe, treffe ich einen imaginären Freund. Der spricht mich unvorsichtigerweise an:


Montag, 13. Februar 2017

Midlife-Crises, Nr. 17: Eine Zwischenbilanz



(*).....Tick...Tack....Tick....Tack....Tick....Tack....Tick...Tack....Tick....Tack....Tick....Tack....Tick...
...es ist schon wieder Februar! die Zeit scheint nur so dahin zu rasen....

Ich erinnere mich: Vor über 2 Jahren hatten meine Hormone mich dazu veranlaßt, mein Leben komplett umzukrempeln. Ich wollte nicht mehr den mir bis zum erbrechen bekannten, ausgetretenen Trampelpfad meines bisherigen Lebens folgen, sondern neue, und deshalb aufregende Straßen erkunden, die mich in bisher nie bekannte Regionen vorstoßen lassen sollten.
Blicken wir also mal zurück, was mir mein Aufbruch ins Neue bisher gebracht hat. Vielleicht hilft das dem einen, oder andern von Euch, der auch vor der Entscheidung steht, in einem drastischen Schritt sein Leben verändern zu wollen. Doch vorher noch kurz zur Erinnerung die Dinge, die mir vor meinem Reset an meinem Leben nicht gefallen haben. Da wären...


Montag, 30. Januar 2017

Kein Sinn ohne Ziel

Eine der wohl häufigst gestellten Fragen der Menschheit ist die nach dem Sinn des Lebens. Die Frage nach dem "Warum bin ich hier auf der Welt" bewegt. Jeder möchte doch, daß sein Sein auf diesem Planeten einen Hintergrund hat, oder? Es wäre doch zu unspektakulär, wenn man als Mensch einfach nur auf die Welt kommt, vor sich hin lebt, und dann wieder abtritt, ohne, daß ein großer Plan dahinter steht.
Aber auch, wenn dem nicht so ist (...und davon bin ich ehrlich gesagt überzeugt...), dann versucht man doch, wenn es soz. nicht ein anderer für einen erledigt hat, selbst mit seinem Leben etwas sinnvolles anzufangen.

Was "sinnvoll" ist, ist dabei so individuell, wie wir selbst. Dem einen reicht es, so viel Geld zu verdienen, das es zum Leben reicht. Andere wollen so viel Geld wie möglich zusammen raffen. Wieder anderen ist Geld total schnuppe, und sie streben Ziele wie Selbstverwirklichung, soziales Engagement, oder beruflichen, oder gesellschaftlichen Aufstieg incl. Machtposition an.

Um für mich diese Frage zu beantworten, muß ich wohl ein wenig in meiner Vergangenheit graben. Im Alter von 20 Jahren schien mein Leben endlos zu sein. Alles lag noch vor mir. Kollegen, die damals mein jetziges Alter hatten, sagten solche Sachen wie:
"...an Deiner Stelle würde ich mich doch noch mal um einen anderen Job umschauen, bei dem was Du so kannst. Ich brauche das nicht mehr machen. Für sowas bin ich schon zu alt..."
Und es stimmte. Damals war ich wirklich noch so verdammt jung. Zu dieser Zeit war ich von Kollegen umgeben, die ausnahmslos älter waren als ich. Ich war soz. das Nesthäkchen in unserer Firma. Die Zeit vor mir schien ein immer währender Fluß zu sein, dessen Ende man nicht einmal erahnen konnte. Warum also irgendetwas überstürztes Tun? Warum jetzt einen anderen Job suchen? Ich hatte doch noch alle Zeit der Welt.


Dienstag, 24. Januar 2017

Die Macht des schlechten Gewissens

...oder auch: Warum wir uns oft zu unrecht jemanden gegenüber verpflichtet fühlen.

Neulich in einem Möbelhaus...

Schon beim Betreten des Ladens fällt mir eine Gruppe junger Erwachsener auf. Eingekleidet sind alle 5 in lockeren weißen T-Shirts, Jeans, und Turnschuhen. Mit einem Lachen auf dem Gesicht werfen sich die 5 zwischen Reklamations-Desk und Kassen abwechselnd einen Ball zu, und haben sichtlich Spaß an ihrer sportlichen Betätigung. "Offenkundig wieder mal eine der Aktionen, mit denen der Möbelgigant junge Leute zum Kauf ihrer Möbel animieren möchte", dachte ich mir, und beachtete die Gruppe nicht weiter, sondern gab mich dem Einkaufswahnsinn hin.


Freitag, 20. Januar 2017

Der Freak in einer Freakshow

Das folgende Video findet sich auch auf meinem Internetprofil bei GR. Diejenigen, die von dort aus hierher verlinkt wurden, kennen es ja vielleicht sogar.
Es ist der Song Freak von der ehemaligen Grungeband "Silverchair" die in den 90-Jahren zusammen mit den großen 4 (Soundgarden, Nirvana, Alice in Chains, Pearl Jam) den Grunge-Sound mitbestimmt hat. Vielleicht hat sich der eine, oder andere gefragt, warum ich dieses Video dort mit der Überschrift versehen habe...


Ein Video wie für mich gemacht


Mittwoch, 4. Januar 2017

Partnerwahl - auf was kommt es an ?


Dienstag Abend. Es ist Anfang Januar. Draußen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die Luftfeuchtigkeit verwandelt sich zu Reif, der allem anhaftet, was sich ungeschützt im Freien befindet. Es ist fast windstill, und schneit ein bißchen. Winter-Wonderland. Weihnachtszauberwetter nach Weihnachten - wie fast jedes Jahr. Beim Betrachten der weißen Landschaft außerhalb meines warmen Wohnzimmers bekomme ich den Eindruck, daß die ganze Welt angehalten worden ist. So still scheint es draußen zu sein.
In meinem Haus dagegen ist es gemütlich. Im Ofen brutzelt schon das leckere Essen, auf das ich mich schon in der Arbeit gefreut habe. Eine gute Flasche Wein atmet auf dem Wohnzimmertisch vor sich hin. Der Schwedenofen verbreitet Wärme, und ein angenehmes Licht. Essenduft schwebt durch die Räume.
Nina Simone säuselt mir leise Ihre Lieder ins Ohr. Meine Katzen sitzen auf der Fensterbank, und schauen erstaunt nach draußen, wo das ungemütliche Wetter seinen Lauf nimmt. Es ist perfekt. Na ja, fast perfekt.