Eine der wohl häufigst gestellten Fragen der Menschheit ist die nach dem Sinn des Lebens. Die Frage nach dem "Warum bin ich hier auf der Welt" bewegt. Jeder möchte doch, daß sein Sein auf diesem Planeten einen Hintergrund hat, oder? Es wäre doch zu unspektakulär, wenn man als Mensch einfach nur auf die Welt kommt, vor sich hin lebt, und dann wieder abtritt, ohne, daß ein großer Plan dahinter steht.Aber auch, wenn dem nicht so ist (...und davon bin ich ehrlich gesagt überzeugt...), dann versucht man doch, wenn es soz. nicht ein anderer für einen erledigt hat, selbst mit seinem Leben etwas sinnvolles anzufangen.
Was "sinnvoll" ist, ist dabei so individuell, wie wir selbst. Dem einen reicht es, so viel Geld zu verdienen, das es zum Leben reicht. Andere wollen so viel Geld wie möglich zusammen raffen. Wieder anderen ist Geld total schnuppe, und sie streben Ziele wie Selbstverwirklichung, soziales Engagement, oder beruflichen, oder gesellschaftlichen Aufstieg incl. Machtposition an.
Um für mich diese Frage zu beantworten, muß ich wohl ein wenig in meiner Vergangenheit graben. Im Alter von 20 Jahren schien mein Leben endlos zu sein. Alles lag noch vor mir. Kollegen, die damals mein jetziges Alter hatten, sagten solche Sachen wie:
"...an Deiner Stelle würde ich mich doch noch mal um einen anderen Job umschauen, bei dem was Du so kannst. Ich brauche das nicht mehr machen. Für sowas bin ich schon zu alt..."Und es stimmte. Damals war ich wirklich noch so verdammt jung. Zu dieser Zeit war ich von Kollegen umgeben, die ausnahmslos älter waren als ich. Ich war soz. das Nesthäkchen in unserer Firma. Die Zeit vor mir schien ein immer währender Fluß zu sein, dessen Ende man nicht einmal erahnen konnte. Warum also irgendetwas überstürztes Tun? Warum jetzt einen anderen Job suchen? Ich hatte doch noch alle Zeit der Welt.

