Montag, 30. Januar 2017

Kein Sinn ohne Ziel

Eine der wohl häufigst gestellten Fragen der Menschheit ist die nach dem Sinn des Lebens. Die Frage nach dem "Warum bin ich hier auf der Welt" bewegt. Jeder möchte doch, daß sein Sein auf diesem Planeten einen Hintergrund hat, oder? Es wäre doch zu unspektakulär, wenn man als Mensch einfach nur auf die Welt kommt, vor sich hin lebt, und dann wieder abtritt, ohne, daß ein großer Plan dahinter steht.
Aber auch, wenn dem nicht so ist (...und davon bin ich ehrlich gesagt überzeugt...), dann versucht man doch, wenn es soz. nicht ein anderer für einen erledigt hat, selbst mit seinem Leben etwas sinnvolles anzufangen.

Was "sinnvoll" ist, ist dabei so individuell, wie wir selbst. Dem einen reicht es, so viel Geld zu verdienen, das es zum Leben reicht. Andere wollen so viel Geld wie möglich zusammen raffen. Wieder anderen ist Geld total schnuppe, und sie streben Ziele wie Selbstverwirklichung, soziales Engagement, oder beruflichen, oder gesellschaftlichen Aufstieg incl. Machtposition an.

Um für mich diese Frage zu beantworten, muß ich wohl ein wenig in meiner Vergangenheit graben. Im Alter von 20 Jahren schien mein Leben endlos zu sein. Alles lag noch vor mir. Kollegen, die damals mein jetziges Alter hatten, sagten solche Sachen wie:
"...an Deiner Stelle würde ich mich doch noch mal um einen anderen Job umschauen, bei dem was Du so kannst. Ich brauche das nicht mehr machen. Für sowas bin ich schon zu alt..."
Und es stimmte. Damals war ich wirklich noch so verdammt jung. Zu dieser Zeit war ich von Kollegen umgeben, die ausnahmslos älter waren als ich. Ich war soz. das Nesthäkchen in unserer Firma. Die Zeit vor mir schien ein immer währender Fluß zu sein, dessen Ende man nicht einmal erahnen konnte. Warum also irgendetwas überstürztes Tun? Warum jetzt einen anderen Job suchen? Ich hatte doch noch alle Zeit der Welt.


Dienstag, 24. Januar 2017

Die Macht des schlechten Gewissens

...oder auch: Warum wir uns oft zu unrecht jemanden gegenüber verpflichtet fühlen.

Neulich in einem Möbelhaus...

Schon beim Betreten des Ladens fällt mir eine Gruppe junger Erwachsener auf. Eingekleidet sind alle 5 in lockeren weißen T-Shirts, Jeans, und Turnschuhen. Mit einem Lachen auf dem Gesicht werfen sich die 5 zwischen Reklamations-Desk und Kassen abwechselnd einen Ball zu, und haben sichtlich Spaß an ihrer sportlichen Betätigung. "Offenkundig wieder mal eine der Aktionen, mit denen der Möbelgigant junge Leute zum Kauf ihrer Möbel animieren möchte", dachte ich mir, und beachtete die Gruppe nicht weiter, sondern gab mich dem Einkaufswahnsinn hin.


Freitag, 20. Januar 2017

Der Freak in einer Freakshow

Das folgende Video findet sich auch auf meinem Internetprofil bei GR. Diejenigen, die von dort aus hierher verlinkt wurden, kennen es ja vielleicht sogar.
Es ist der Song Freak von der ehemaligen Grungeband "Silverchair" die in den 90-Jahren zusammen mit den großen 4 (Soundgarden, Nirvana, Alice in Chains, Pearl Jam) den Grunge-Sound mitbestimmt hat. Vielleicht hat sich der eine, oder andere gefragt, warum ich dieses Video dort mit der Überschrift versehen habe...


Ein Video wie für mich gemacht


Mittwoch, 4. Januar 2017

Partnerwahl - auf was kommt es an ?


Dienstag Abend. Es ist Anfang Januar. Draußen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die Luftfeuchtigkeit verwandelt sich zu Reif, der allem anhaftet, was sich ungeschützt im Freien befindet. Es ist fast windstill, und schneit ein bißchen. Winter-Wonderland. Weihnachtszauberwetter nach Weihnachten - wie fast jedes Jahr. Beim Betrachten der weißen Landschaft außerhalb meines warmen Wohnzimmers bekomme ich den Eindruck, daß die ganze Welt angehalten worden ist. So still scheint es draußen zu sein.
In meinem Haus dagegen ist es gemütlich. Im Ofen brutzelt schon das leckere Essen, auf das ich mich schon in der Arbeit gefreut habe. Eine gute Flasche Wein atmet auf dem Wohnzimmertisch vor sich hin. Der Schwedenofen verbreitet Wärme, und ein angenehmes Licht. Essenduft schwebt durch die Räume.
Nina Simone säuselt mir leise Ihre Lieder ins Ohr. Meine Katzen sitzen auf der Fensterbank, und schauen erstaunt nach draußen, wo das ungemütliche Wetter seinen Lauf nimmt. Es ist perfekt. Na ja, fast perfekt.