Wie ich dazu kam, ein Buch zu schreiben
Als ich noch jünger war, habe ich mir oft die Zeit mit Büchern vertrieben. Ich war ein großer Fan von Stephen King, oder Autoren, die ähnliche Bücher schrieben, wie beispielsweise Dean Koonz. Als ich älter wurde, ist mein Interesse an Büchern jedoch leider eingeschlafen. Zu viel Zeit geht für andere, wichtiger Dinge des Lebens verloren, und auch das Internet hat einen großen Anteil zur Stärkung meiner Leseunlust beigetragen.
Vor ein paar Jahren habe ich mich jedoch wieder für das Bücher schmöckern erwärmt, war jedoch von der mir ausgewählten Literatur enttäuscht. Krimis, Thriller, und Romane sind leider oft nach dem gleichen Schema verfasst. Die enthaltenen Protagonisten sind oft stereotyp, die Handlungen vorhersehbar, und die Stories stellenweise stark konstruiert. Ich war gelangweilt von den immer gleichen Abfolgen der Geschichten. Als schwuler Mann habe ich mich natürlich auch auf dem Angebot homosexueller Literatur umgesehen. Aber auch da wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
Seien wir ehrlich: Oft sind in schwulen Büchern die erzählten Geschichten ein Klebstoff, der eine Aneinanderreihung sexueller Erlebnisse zusammen hält. Oder, der Anspruch, den die Bücher an den Leser stellen sind so hoch, daß nur Akademiker einen Zugang zu dem angebotenen Lesestoff bekommen. Wie bei der heterosexuellen Litaratur sind die Erzählungen leider oft vorhersehbar, weswegen es nicht wundert, daß Langeweile beim Lesen aufkeimt. Schwule scheinen überdies einen Faible für Science-Fiction, oder Fantasy zu haben. Auch, wenn es natürlich nicht verwerflich ist, solche Geschichten zu mögen, so fehlt mir jedoch oft der Zugang zu dieser Art der Literatur. Was mir persönlich gefehlt hat waren Geschichten von Männern, mit denen man sich aufgrund der Realitätsnähe der Geschichten identifizieren kann. Personen mit Fehlern, Ecken und Kanten. Schauplätze, die man vielleicht selbst von eigenen Erlebnissen kennt, und Ereingnisse, die einen Bezug zum wirklichen Leben haben. Wahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, warum ich mir im Fernsehen zwischenzeitlich lieber einen schwedischen Wallander-Krimi ansehe, als einen Plastik-Hollywood-Action-Film.
Der Vorteil, wenn man(n) schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat, ist unbestritten, daß einem selbst im Leben bereits etliche kuriose, schreckliche, freudige, oder auch traurige Dinge passiert sind, die es lohnen würden, sie auf irgendeine Weise festzuhalten - sei es als Film, Hörstück, oder eben als Buch. Das schreiben dieses Werks habe ich in etwa zur gleichen Zeit begonnen, an dem ich auch diesen Blog gestartet habe. Offenbar habe ich eine prophetische Ader, denn die Corona Pandemie war zu diesem Zeitpunkt noch weit von uns entfernt - wieder einmal eine der Merkwürdigkeit mehr, die das Leben für einen bereit hält.
Das Scheiben eines Buches ist der schönste Teil an der gesamten Entstehungsgeschichte. Jeder, der schon einmal eine solche Reise angetreten hat, wird selbst festgestellt haben, daß während des Schreibens die Charaktäre ihr Eigenleben entwickeln, und sich eine Story ganz anders entwickelt, als man es ursprünglich geplant hatte.
Nachdem das Manuskript fertig war, habe ich mit dem Lekorat begonnen, was einen erheblichen Teil der Bearbeitungszeit in Anspruch genommen hat. Auch, das Herausfinden, welche Schreibsoftware für mich am geeignetsten ist, wie man ein ebook veröffentlicht, was man alles für ein Taschenbuch benötigt, und wie langwierig es sein kann, bis man dann tatsächlich sein Werk für andere Menschen anbieten kann, war ein langer, und machmal auch holpriger Lernprozeß. Falls ich noch ein weiteres Buch veröffentliche, dann sollte das zukünftig schneller von der Hand gehen - ich hoffe das zumindest.
Mein Erstlingswerk ist nicht perfekt. Immer wieder entdecke ich Fehler, für die ich mich hiermit bei eventuellen Lesern entschuldigen möchte. Ich bin jedoch dabei, diese im Laufe der Zeit auszubessern. Kritiker könnten jetzt anmerken, daß ich das hätte vorher machen können. Diesen kann ich entgegnen, daß, selbst bei einem perfekt erscheinendem Buch einem immer wieder etwas auffällt, was falsch ist, einem nicht paßt, oder was man besser hätte ausdrücken können. Asche auf mein Haupt: Ich hoffe, ihr seid nachsichtig mit mir.
Falls jemand tatsächlich Interesse an meinen geistigen Ergüssen hat, so kann der-/diejenige über diesen Link das gute Stück erwerben => senseless - der wolf .
Über sachliche Kritik, ob gut, oder schlecht, freue ich mich natürlich immer.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, und bis zum nächsten Thread hier auf meinem Blog!

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