Montag, 23. Juni 2025

Warum Pop immer mieser wird...

Vermutlich wird es einigen Lesern aufgefallen sein, daß ich, obwohl ich keine Verbindungen zur Musikindustrie habe, ein äußerst an Musik interessierter Mensch bin. Nicht verwunderlich also, daß einer meiner abonnierten Kanäle bei Youtube der von dem amerikanischen Musikproduzenten Rick Beato ist. Ein Mann, der in seinen Filmen oftmals meine Meinung, die Entwicklung der Musikgeschichte der Neuzeit betreffend, bestätigt. Kürzlich bin ich auf das nachfolgende Video von ihm gestoßen, daß einen Content behandelt, der mich gerade in letzter Zeit immer wieder beschäftigt, nämlich...

Warum finde ich die heutige Popmusik so grotten-schlecht?




Wer meinen Internetkanäle kennt wird festgestellt haben, daß meine favorisierte Musik oft nicht dem Mainstream-Gedudel entspricht, der einem von den regionalen Radiosendern in die Ohren geprügelt wird. Die dort gesendete, für mich absolut furchtbare Populärmusik ist in meinen Ohren nichts anderes als ein leicht konsumierbares Wegwerfprodukt. Dummerweise arbeite ich mit Kollegen zusammen, die offenbar ohne Audio-Input keine Arbeit verrichten können. Deswegen muß ich mir tagtäglich diesen medialen Dünnschiß einflößen lassen. Was mir dabei besonders auffällt: Ich höre "neue" Lieder, die ich als Boomer aus meiner eigenen Vergangenheit kenne (siehe Video von Rick Beato), und ich stelle mir die Frage:

? Was soll das ?

Okay: Mir war es immer rätselhaft, wie Musik-Schaffende aus immer den immer gleichen Noten neue Lieder arrangieren können. Offenbar klappt das seit hunderten Jahren. Bitte verbessert mich wenn ich falsch liege, aber ich dachte immer, der Antrieb für diese Beschäftigung ist die Freude, die man beim musizieren verspürt. Man macht Musik aus Spaß, oder? Genauso, wie man aus Spaß und Freude Musik hört. Das scheint sich in unserer Zeit gedoch geändert zu haben.

Wie von Rich Beato beandstandet, werden nun Teile von bereits vorhandenen Liedern in neuen Stücken verwurstet. Deswegen, weil diese Teilstücke bereits populär waren, und in den ursprünglichen Songs gut funktioniert haben. Der Erfolg, den das Ausgangsmaterial hatte, wird in Ratings, Klicks, oder Verkäufen gemessen. Je öfter ein Lied im Radio gespielt wird, oder via PC, Handy, etc. konsumiert wird, desto erfolgreicher ist es. An dem Erfolg wird munter verdient: Hersteller von Tonträger (...obwohl dieses Geschäft vermutlich so tot ist ein Dorfschullehrer...), Stremingdienste, die GEMA, uva. Mit viel Glück bekommen die Erschaffer der Werke auch noch ein Stück vom Kuchen ab. Was will ich damit sagen?
 
Selbst dem Dümmsten wird einleuchten, daß es beim Herstellen von Musik oft nicht mehr um Leidenschaft, um den Spaß an der Sache geht, sondern um Kommerz. Nicht verwunderlich also, daß versucht wird, mit möglichst geringem Aufwand möglichst viel Geld zu generieren. Und als adäquate Methode scheint sich das Wiederverwerten von bereits erfolgreichen Musikstücken etabliert zu haben. Diese Tatsache ist so durchschaubar, daß es mich wundert, daß Menschen wie Rick Beato eine Video drehen, in dem sie sich augenscheinlich über diesen Trend wundern. Dabei sollte es ihm als Musiker, Songwriter, und Plattenproduzent (laut Wikipedia) glasklar sein, daß hinter diesem Trend nichts anderes steckt als ein profitables Geschäft.

Ich finde es jammerschade, daß wir in der heutigen Zeit versuchen, aus jeder nur erdenklichen Idee, aus jeder Tätigkeit, und jeder Beschäftigung möglichst viel "Gewinn", in welcher Form auch immer, zu pressen. Wenn alles nur noch zu einem Business verkommt, wo bleibt dann der Spaß an der Freude? Diese Entwicklung finde ich persönlich furchtbar, und hoffe, daß die Menschen irgendwann wieder damit anfangen, daß zu tun, was ihnen Spaß macht - ohne daraus Profit zu schlagen.

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