Donnerstag, 2. Juni 2016

Bulk - the series

Wer auf der Suche nach optischen Leckerlis im Internet nach "Bear", "Chubby-Bear", oder ähnlichem sucht, wird wie ich bald auf die eine, oder andere amerikanisch produzierte Serie, bzw. Filme stoßen.

Während die deutsche Bärenszene in dieser Beziehung leider vor sich hinzudümpeln scheint, verwendet die Bear-Community in den USA, oder bei den Brits offensichtlich eine Menge Zeit damit, für Ihre Fans Augenschmeichler zu produzieren. Und obwohl diese Filme zum Teil privat, oder über crowdfunding finanziert zu sein scheinen, so ist die Qualität dieser Filme doch meist erstaunlich gut.


Ich möchte hier mal kurz eine Serie vorstellen, die ich bei Youtube, und z. T. bei Vimeo geschaut habe. Es handelt sich dabei um die Serie "Bulk - the series", von der ich 2 Staffeln (sog. 'seasons') bei den o. g. Plattformen gefunden habe.

Eine Kurzbeschreibung des Plots (wer sich die Serie ansehen will, sollte diesen Teil am Besten nicht lesen!):
Der New Yorker "Leo", gespielt von J. Julian Christopher lernt in einer Bar den attraktiven "Martin", dargestellt von Robert Valin, kennen und lieben - sie werden ein Paar. Obwohl sich die beiden lieben wie Hulle endet die Beziehung abrupt, da Martin Leo nicht mit zu sich nach Hause nehmen will. Als Zuschauer erfahren wir bald, daß Martin mit einer Frau verheiratet ist, und ein Kind hat. Im folgenden haben beide wechselnde Partner, doch der Zuschauer merkt schon, daß die beiden eigentlich für einander bestimmt sind. Es kommen in den Folgen natürlich auch noch andere Charaktäre vor, die aber die Lovestorys der beiden eher am Rande begleiten, zentrales Thema ist die Freundschaft zwischen den beiden Hauptakteuren.

Was mir gefallen hat:
  • Natürlich die Darsteller, und das nicht nur optisch! Gerade die beiden Hauptfiguren Martin und Leo werden von den Schauspielern wirklich sehr real gespielt. Auch, daß alle Figuren dieser Serie maskulin auftreten, und somit auch als Nachbarn und Famielienväter durchgehen würden, fand ich sehr positiv.
  • Die Story ist spannend aufgebaut, weil die verschiedenen Filmsequenzen jeder Folge sich zum Schluß wie Puzzleteile zusammen setzen. Man will einfach wissen, wie es ausgeht, und ob die beiden sich zum Schluß doch noch bekommen.
  • Trotz meiner beschränkten Englisch-Kenntnisse war es mir möglich, der Story zu folgen, was ich als Englisch-Depp der sauberen, slangfreien Aussprache der Schauspieler zuschreibe.

Was mir nicht gefallen hat:
  • Großes, großes Ungemach: Es gibt kein Happy-End!! Der Zuschauer wird nach der letzten Folge der 2. Staffel im Ungewissen gelassen, ob sich Leo und Martin wirklich wieder finden, und zusammen leben und lieben bis zum bitteren Ende. Das ist nicht fair (schnief!)! Ich denke, daß ist der Tatsache geschuldet, da die Macher dieser Serie vermutlich davon ausgegangen sind, das es noch weitere Staffeln dieser Serie geben wird. Da aber sogar die offizielle Homepage schon zum Verkauf steht, kann man davon leider nicht ausgehen - verdammte Axt!!
  • Was mich wirklich auch ein wenig gestört hat, sind die (mal wieder) verwendeten Klischees, die auch hier verwurstet worden sind: Kurz nach der Trennung der beiden wird sofort wieder wüst herumgevögelt, und Übernachtungen zu dritt, und Gang-Bangs sind offensichtlich wohl auch eher die schwule Regel - irgendwas scheint da wohl an mir vorbei gegangen zu sein...(mmmmhhh, grübel)
Was ich mir wünschen würde:
  • Jungs, bitte dreht noch eine Staffel, in der Leo und Martin dann am Ende glücklich vereint in den Sonnenuntergang reiten. Das haben die beiden, und wir uns als Zuschauer echt verdient, okay?
 

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