Freitag, 27. April 2018

Troubleshooter´s desaster - das unlösbare Problem

Ein ehemaliger Freund hat mich vor langer Zeit als einen Mensch beschrieben, der "sehr lösungsorientiert" sei. Das ich mich bei dem Versuch ein Problem zu lösen zur Gänze verausgaben, und mich festbeißen würde, und deshalb solange an einer Sache herum doktore, bis ich dieses Problem zu meiner Zufriedenheit gelöst hätte.

Ich wäre ein "Troubleshooter" hat er gemeint.


Ein Fremdwörterlexikon im Internet beschreibt es so:
Trou|b|le|shoo|ter
[trʌ̣blʃu:tə(r)] m.; s,
jmd., der versucht, Probleme (z. B. bei Maschinen) zu lösen od. in Konfliktsituationen zu vermitteln
[engl., »Störungssucher«]

Ich denke, er hat recht. Das ist mir in den letzten Jahren erst so richtig bewußt geworden.

Viele werden sich jetzt denken, daß dies eine Eigenschaft ist, die einem im Leben weiterbringt. Das ist richtig - zum Teil. Denn diejenigen, die von dieser, meiner charakterlichen Eigenschaft profitieren, sind oft andere Menschen. Gut, ich gebe zu: Auch ich habe durch meine Hartnäckigkeit viele Dinge erreicht, die andere vermutlich nicht erreicht hätten. Ich werde in meiner Firma auf Grund meines Ideenreichtums geschätzt, und wurde wegen meiner Gabe, für schwierige Probleme unkonventionelle Lösungen zu finden schon als "Mc Gywer der Werkstatt" bezeichnet. Das ehrt mich. Ich fühle mich stolz, daß ich diese Gabe besitze. Und dennoch hat diese Gabe auch eine Schattenseite, die sich für mich als nicht unerheblich herausgestellt hat.

Ich besitze nicht die Fähigkeit, loslassen zu können.


Donnerstag, 19. April 2018

Schwule Dating-Apps: Ein Resumee


Kaum eine andere Sache hat uns in der heutigen Zeit so geprägt wie das Internet. Gerade auch, was zwischenmenschliche Beziehungen betrifft. Die Partnersuche wurde grundlegend revolutioniert, optimiert, und vereinfacht.
Vorbei scheinen die Zeiten, wo man sich als schwuler Mann auf zugigen Autobahn-Parkplätzen, oder übelriechenden Toiletten herumtreiben mußte. Kein anstrengender Abend in einer Kneipe, nur um dort vielleicht den Mann seines Lebens kennen zu lernen. Einfach zu Hause auf der Couch herumlümmeln, vielleicht bei einem guten Glas Rotwein, oder einem leckeren Abendessen, und nebenbei aus dem Quelle-Katalog für homosexuelle Männer das Passende aussuchen, bestellen, anprobieren, und bei Bedarf behalten, oder zurückschicken. Es scheint so einfach zu sein. So unkompliziert. Nach etlichen Jahren auf solchen Seiten muß ich jedoch zugeben: Der Schein trügt....