...ja, ich weiß: Ich bin Euch noch was schuldig...
In meinem Thread "Der perfekte Tag" hatte ich mich mit einer Fragestellung beschäftigt, die mir von meiner Therapeutin auf´s Auge gedrückt worden ist. Wie der Titel schon sagt, sollte ich mir überlegen, wie ein perfekter Tag bei mir aussehen könnte, und ich sollte diesen auf Papier bannen. Dieses Unterfangen war zu diesem Zeitpunkt für mich fast nicht durchführbar, so tief war ich damals in meinen duklen Gedankenwolken vergraben.
In der Zwischenzeit hat sich vieles verändert. Sehr vieles. Mein bisheriges, sehr negatives Selbstbild hat sich gewandelt. Meine Selbstreflektion ist nun in vielen Teilen positiv. Ja, man könnte auch sagen: Ich mag mich wieder, und zwar so wie ich bin. Ich akzeptiere, daß ich nicht perfekt bin. Niemand ist perfekt! Ich realisiere, daß ich zwar schwul bin, aber dennoch nicht von allen Menschen deswegen abgelehnt werde. Das Stigma, daß mir in meiner Kindheit angezogen worden ist, löst sich langsam von mir.
