Wo zum Henker kommen nur die Klischees her, mit denen meist heterosexuelle Menschen schwule Männer belegen?
Und falls ihr jetzt nicht wißt, welche Stereotypen ich meine, hier mal eine kurze Auswahl...
- Schwule Männer brauchen ständig Sex
- Schwule Männer besteigen alles, was einen Schwanz hat, und nicht bei 3 auf einem Baum ist
- Schwule Männer sind feminin und tuntig
- Schwule Männer tragen Frauenkleidung
- Schwule Männer sind pädophil
- Schwule Männer sind nicht zu einer langjährigen Partnerschaft fähig
- Schwule Männer wollen in den Arsch gefickt werden
- Schwule Männer stehen auf schwarze Lederklamotten
- etc., etc., bla, bla, bla...
Ich muß zugeben, daß es auch etliche schwule Männer gibt, die den Klischees entsprechen, und bis auf die pädo-Schiene ist das ja auch alles vertretbar. Jeder soll sein Leben so leben wie er es für richtig erachtet.
Die Frage, die sich mir immer dabei stellt ist: Was war zuerst da, das Huhn, oder das Ei?
Ist es so, daß etliche schwule Männer diesen Klischees freiwillig nachgeben, weil es ihnen im Unterbewußtsein schon als Kind ins Gehirn geprügelt worden ist, daß Schwule so zu sein haben? Oder überspielen sie damit ihre Unsicherheit, und tragen dieses "Anderssein" als Schutzschild vor sich her, um nicht den "normalen" Menschen hilflos ausgeliefert zu sein?
Oder sind eben viele schwule Männer genau so wie es das Klischee beschreibt, und fallen deshalb den heterosexuellen Menschen so ins Auge, daß diese nun denken, alle schwulen Männer sind so?
Ich denke, der Grund, warum sich die Vorurteile gegenüber Schwulen in der Bevölkerung so manifestiert haben, kann mehrere Ursachen haben. Zum einen werden einem in den Medien meist nur die ausgefallensten Exemplare der Gattung "schwuler Mann" präsentiert, da die Gesellschaft nach immer noch spektakuläreren Bildern giert, und diese Gier von den Einschaltquoten-orientierten Medien gestillt wird. Zum anderen liegt es sicherlich auch an der Unwissenheit vielen Menschen, die sich nicht die Mühe machen, über Ihren Tellerrand hinauszusehen, und Ihre Unwissenheit durch die Wiedergabe von Vorurteilen kompensieren.
Die Frage, woher das schwule Rollenverhalten nun tatsächlich kommt, versucht ein Artikel zu erklären, den ich im Internet gefunden habe. Laut diesem Artikel soll angeblich schon in frühester Kindheit ein Rollenverhalten zu erkennen sein, das darauf schließen läßt, ob jemand tatschlich homo ist, oder nicht. Diese Verhaltenstudie wird aber später im gleichen Artikel widerlegt. Falls Du Dir das ganze Ding durchlesen willst, hier mal der Link dazu => Bild der Wissenschaft, online, Ausgabe: 11/2009, Seite 62 - Kultur & Gesellschaft
Ich persönlich halte ja diese Studie, genauso wie andere Statistiken, als oftmals unglaubwürdig, da, je nach dem, wer eine Forschung in Auftrag gegeben hat, die Ergebnisse einer Nachforschung meist doch nicht soooo objektiv sind, wie es den Anschein hat.
Wie Ihr seht, ist diese Frage wohl nicht so einfach zu klären. Na ja, vielleicht habt Ihr ja eine Idee...(?)
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