Die Frage war so simple, daß sie mich aus dem Konzept brachte:
"...und wie würde denn bei Ihnen ein perfekter Tag aussehen?"
Ein perfekter Tag? Echt jetzt? So eine Frage war mir bisher in meinem Leben noch nie gestellt worden. Nicht genug, daß ich diese Frage aus dem Stegreif nicht beantworten konnte. Ich sollte mir bis in zwei Wochen Gedanken machen, und diese zu Papier bringen. Ich war erleichtert. Schreiben kann ich, und ganz doof bin ich auch nicht. Also sollte es doch für mich das einfachste der Welt sein, heraus zu finden, was denn für mich ein "perfekter Tag" ist.

Seit der Fragestellung ist nun schon eine Woche vergangen. Einer Woche, in der ich mir in den freien Minuten die ich hatte, immer wieder diese Frage gestellt habe. Ich saß vor dem Rechner, ein leeres Dokument geöffnet, und war bereit, zu schreiben. Ich dachte, es würde mir so leicht von der Hand gehen, wie diese Zeilen. Das die Gedanken meine Finger nur so über die Tastatur gleiten lassen, und ich im Nu einen für mich perfekten Tag auf das imaginäre Papier gekritzelt hätte. Doch es passierte nichts. Zumindst nichts brauchbares. Das gibt´s doch nicht, oder? So fühlt sich vermutlich ein Autor, wenn er eine Schreibblockade hat. Das bin ich genau in diesem Momenten: Ein Schriftsteller, dem keine Story mehr einfällt.